Die Klais-Orgel


Die Orgel der Feldbergkirche wurde 1969 von Orgelbau  Klais aus Bonn erbaut. Sie besitzt 22 Register (=Klangfarben), verteilt auf – vom Altar aus gesehen – Hauptwerk (I. Manual, linkes Gehäuse), Schwellpositiv (II. Manual, mittig im Plexiglasgehäuse) sowie Pedal (rechtes Gehäuse).

 

Klanglich orientiert sich das Instrument am „neobarocken“ Orgelbau: Von 1945 bis etwa 1980 wurde die (früh-)barocke Orgel mit ihren Klangfarben kopiert und mitunter fantasievoll neu interpretiert, um einen bestimmten Ausschnitt der Orgelliteratur klanglich vermeintlich „original“ darzustellen. Dieser Rückschritt in eine vergangene Epoche hat in der Feldbergkirche eine Orgel entstehen lassen, die in ihrer Klanggebung (=Intonation) sehr charakteristisch klingt und in der Fülle ihrer Stimmen (=Tutti) den Raum nicht überfüllt, sondern durchbraust.

 

Technisch gesteuert wird die Orgel mittels der zur Erbauungszeit modernsten Technik: Alle Impulse des Spielers und auch die Steuerung der Klangfarben werden elektrisch weitergegeben. Der Arbeitsplatz des Organisten (=Spieltisch) steht frei im Raum mit Blick zum Altar.

 

Architektonisch fügt sich der Prospekt (=sichtbare Pfeifen der Orgel) harmonisch in die Architektur der Kirche ein. Sie bildet quasi die Rückwand der talwärts offenen Kirche und bildet die zur Klangskulptur geronnene Rückwand des archaisch anmutenden Kirchenraums.

I. Hauptwerk C-g'''

Principal 8'
Holzgedackt 8'
Octav 4'
Rohrflöte 4'
Gemshorn 2'
Mixtur IV
Dulcian 16'
Trompete 8'

II-I

II. Schwellpositiv C-g'''

Rohrbordun 8'
Blockflöte 4'
Principal 2'
Nasard 1 1/3'
Sesquialter II
Cymbel III
Krummhorn 8'
Tremulant

Pedal C-f'

Subbass 16'
Octav 8'
Pommer 8'
Schwegel 4'
Rauschpfeife II
Fagott 16'
Chamade 8'

I-P

II-P


Elektrische Spiel- und Registertraktur, Schleifladen

2 freie Kombinationen, Zungeneinzelabsteller, Tutti, Schwelltritt für II, Koppeln auch als Fußpiston